Vom Stillen in der Öffentlichkeit

im Kindergarten oder im Restaurant. Leider kann man sich nicht immer zum Stillen in eine ruhige Ecke zurückziehen. Viele Mütter beschleicht ein Schamgefühl, wenn sie, von vielen Augen beobachtet, ihr Baby in der Öffentlichkeit stillen müssen. Sicher ist das Stillen ein ganz natürlicher Vorgang, aber es sind auch sehr intime Momente zwischen Mutter und Kind. Mit Widerwillen und einem unangenehmen Gefühl muss aber keine Mutter ihr Baby stillen. Geeignete Stillkleidung hilft dabei, so wenig Haut wie nötig zu zeigen. Die praktischen Stillshirts und Stillpullis sind im Brustbereich doppelt gearbeitet und können zum Teil aufgeknöpft werden. Sehr praktisch sind lange Schals und Tücher. Sie schützen vor den neugierigen Blicken anderer und geben dem Baby ein Gefühl von Geborgenheit.

TIPP
Tücher und Schals oder Loops können zum Stillen in der Öffentlichkeit wunderbar eingesetzt werden. Kaufen Sie sich ein langes Tuch und legen Sie es sich beim Stillen über Ihre Schulter und bedecken Sie damit sanft den Kopf des Babys!

 

Wird das Baby wirklich satt? Stille ich genug?

Beim Stillen hat die Mutter, anders als der Ernährung mit Säuglingsmilch, keinerlei Kontrolle darüber, welche Menge das Kind wirklich trinkt. Viele Babys werden auch gern zum Einschlafen gestillt und saugen nur noch sehr wenig im Halbschlaf oder Nuckeln sogar nur ein wenig an der Brustwarze. Vielleicht sind Sie unsicher, ob ihr Kind wirklich satt wird. Diese Ängste kennen viele Mütter, doch sie sind meist unbegründet. Die meisten Babys trinken aber ausreichend und wenn es nicht zu Gewichtsverlusten kommt, besteht kein Anlass zur Sorge. Ihre Hebamme und der Kinderarzt unterstützen Sie bei Fragen und Unsicherheiten. Wenn Sie das Gefühl haben sollten, dass das Baby zu unregelmäßig trinkt, sollten Sie zur Sicherheit genau beobachten, wann es trinkt und dies gegebenenfalls mit ihrem Kinderarzt besprechen.

TIPP
Führen Sie ein Stilltagebuch! Das nimmt Ihnen die Ängste und bietet eine gute Grundlage für den Austausch mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt. Legen Sie sich einen Stift und einen Notizblock ans Bett oder an den Stillsessel und schreiben Sie auf, wann und wie lange Sie ihr Baby stillen.

 

Wenn das Stillen zur Qual wird

Wunde oder geschwollene Brustwarzen können das Stillen zur Qual werden lassen. Auch die kleinste Berührung verursacht große Schmerzen. In den ersten Stilltagen können die Brustwarzen noch sehr empfindlich sein, aber nach ein paar Tagen sollte dies vergangen sein. Rund ein Drittel der stillenden Frauen leidet allerdings im Laufe der Stillzeit unter schmerzenden Brustwarzen. Oft ist eine falsche Anlegetechnik der Auslöser. Bei länger andauernden oder immer wiederkehrenden Schmerzen sollten Sie sich auf die Suche nach der Ursache machen und auch den Gang zum Arzt nicht scheuen.

TIPP
Hausmittel aus der Natur verschaffen Linderung bei wunden Brustwarzen: Besonders bewährt hat sich auch die Anwendung von Weißkohlblättern, mit denen die Brust bedeckt werden kann. Vorher sollte man die Oberfläche der einzelnen Kohlblätter durch Beklopfen anrauen, damit die Wirkstoffe besser austreten können. Kohlblätter wirken gegen den Schmerz und Lanolinsalbe hilft der Haut beim Heilen.

Mutter mit Baby auf dem Arm und Fieberthermometer in der Hand

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