Brei und Beikost – der Übergang von Milch zu Beikost

Der Blick des Babys folgt immer wieder Mamas Händen, die nach und nach das Mittagessen zum Mund führen. Der Nachwuchs versucht, das Brot zu greifen und steckt sich alles in den Mund, was er finden kann. Die ersten untrüglichen Zeichen dafür, dass das Baby Interesse an mehr als nur Milch hat, sind oft gar nicht zu übersehen. Die Einführung von Brei und Beikost bereitet jedoch vielen Eltern immer noch Kopfzerbrechen. Wann geht es am besten los? Wie soll der Start verlaufen? Brei oder doch lieber Baby Led Weaning? Selber kochen oder kaufen?

 

Brei als Klassiker für die Einführung

Brei ist nach wie vor der beliebteste Klassiker, um das Baby dauerhaft auf feste Nahrung vorzubereiten. Empfohlen wird die Einführung von Brei frühestens nach dem 4. Lebensmonat. Besser ist es jedoch, das Interesse des Kindes abzuwarten. Brei zu geben heißt nicht, direkt abzustillen. Gerade in den ersten Wochen der Breieinführung ist die Muttermilch für den Nachwuchs noch besonders wichtig und es sollte beides parallel angeboten werden. Der Vorteil beim Brei ist klar: Durch die pürierte Form braucht das Baby nur schlucken und erhält so alle wichtigen Nährstoffe über die Nahrung. Dennoch sollte langsam mit der Umgewöhnung begonnen werden, um dem Magen-Darm-Trakt ausreichend Zeit zu lassen.

Die Brei-Einführung im Überblick

  1. Ab dem 5. Lebensmonat kann mit Gemüsebrei zum Mittag begonnen werden. Bewährt haben sich Breie aus Möhren oder Pastinaken.
  2. Nach ein bis zwei Wochen kann das Gemüse mit Kartoffeln kombiniert werden.

Wichtig: Bei neuen Gemüsesorten immer mehrere Tage eine Sorte füttern, um zu sehen, wie das Baby auf die neue Nahrung reagiert.

  1. Nach dem ersten Breimonat kann nun Fleisch hinzukommen. Idealerweise wird auf Hühnchen zurückgegriffen.
  2. Wenn die Nahrungsaufnahme mit dem Brei mittags gut klappt, kann nun die Abendmahlzeit ersetzt werden. Hier bieten sich Getreidebreie mit Milch an. Auch bei dieser Einführung ist Schritt für Schritt vorzugehen.
  3. Zwei Monate nach dem ersten Brei können dann schließlich die Obstbreie eingeführt werden.

Wichtig: Gerade Obst kann beim Baby Reaktionen, in Form von Ausschlag oder einem wunden Po, hervorrufen. Daher ist es wichtig, nach und nach verschiedene Sorten einzuführen und mit mildem Obst zu beginnen.

Viele verschiedene und Babylöffel liegen in einer Reihe

TIPP
Auch wenn gekaufte Breie klar definierten Vorgaben unterliegen, schmeckt selbst gemacht noch immer am besten. Wer vorkochen möchte, der kann den Brei in Eiswürfelformen einfrieren. Wichtig: Ausreichend Lätzchen schützen Mamas und Babys Kleidung vor großen Breiflecken.

 

Baby Led Weaning als Alternative

Bei dieser Art der Beikosteinführung hat der Nachwuchs freie Hand und entscheidet selbst, was er probieren möchte. Natürlich legen die Eltern eine Auswahl vor, dabei wird jedoch komplett auf die Breigabe verzichtet. Sobald das Baby aufrecht sitzen kann und die Hände bewusst zum Mund führt, kann mit der Umgewöhnung begonnen werden. In den ersten Wochen sind etwas weicher gekochte Möhren, Kartoffeln sowie Brot eine gute Wahl. Alle Nahrungsmittel werden lediglich angeboten, nicht aber gefüttert. Das Baby entscheide bei dieser Variante selbst, was es essen möchte. So kann sich ein ganz individueller Geschmack herausbilden. Das Selbstbewusstsein des Kindes wird gestärkt und das Interesse daran, neue Lebensmittel zu probieren, steigt an.

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