Der Nestbautrieb in der Schwangerschaft

Es ist eine ganz natürliche Reaktion von Körper und Seele auf den Fakt, dass bald ein neuer Erdenbewohner da sein wird: der Nestbautrieb. Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft ist er besonders stark ausgeprägt und wird meist nicht von den Frauen, sondern von den Männern bemerkt. Wenn die werdende Mama schon wieder davon redet, dass das Wohnzimmer eine neue Farbe gebrauchen könnte, die Couch sich auf der anderen Seite besser macht oder das Kinderzimmer doch noch einmal ganz anders ausgestattet werden muss, dann ist der Nesttrieb in vollem Gange und beschränkt sich nicht nur auf das Kinderzimmer sondern wird meist auf das gesamte Haus oder die Wohnung ausgeweitet. Wichtig ist es, sich in Maßen mit der Umgestaltung und der Dekoration zu beschäftigen. Viele Frauen neigen dazu, sich zu übernehmen. Sie unterschätzen die giftigen Dämpfe, die von den Farben ausgehen, belasten ihren Körper mit Möbel bauen und rücken und hören nicht auf die Signale, die er aussendet. Solange der Nesttrieb im Rahmen bleibt, kann er jedoch hervorragend als Ablenkung genutzt werden, um die Wartezeit zu verkürzen.

 

Darauf sollte beim Einrichten und Umbauen geachtet werden

Übertrieben Streck- und auch Bück-Bewegungen in der Schwangerschaft können für Schmerzen sorgen, den Rücken stark belasten und sogar Wehen auslösen. Daher ist es wichtig, hier mit dem Partner Hand in Hand zu arbeiten und ihm diese Arbeiten zu überlassen. Auch das Streichen der Räume sowie die Reinigung von glatten Flächen mit aggressiven Putzmitteln sind zu vermeiden. Besonders viel Spaß macht es, dies mit einer Freundin in Angriff zu nehmen. Während die werdende Mama sich damit beschäftigt, die Deko auszuwählen, kann die Freundin die Arbeiten mit Farbe und Putzmittel übernehmen. Sollen neue Möbel angeschafft werden, dann ist es wichtig, diese gut ausdünsten zu lassen. Die richtige Umgebung sind hierfür Keller oder Schuppen. Wenn weder das Eine noch das Andere vorhanden ist, dann können sie auch in einem wenig genutzten Raum aufgestellt werden, in dem das Fenster dauerhaft geöffnet ist. Die werdende Mutter sollte diesen Raum dann möglichst wenig betreten.

Wichtig ist es, sich selbst immer wieder bewusst zu machen, dass nicht alles bis zur Geburt direkt fertig sein muss. Lediglich die Grundausstattung für Eltern und Kind sollte vorhanden sein.

Schwangere Frau beim Einkauf des Babybettes
  • Kleidung für das Baby – die Babyerstausstattung in den Größen 50-56 setzt sich aus Bodys, Stramplern, Höschen, Oberteilen, Schlafanzügen, Schlafsack und Jacken sowie Mützen zusammen. Eine Kuscheldecke ist ebenfalls unverzichtbar.
  • Kinderwagen oder Trage – um mit dem Baby Spaziergänge zu machen, dürfen ein Kinderwagen oder eine hochwertige Babytrage nicht fehlen.
  • Wickeltisch und Bettchen – gerade für den Rücken ist ein Wickeltisch ein Muss. Für den Anfang entscheiden sich zudem viele Eltern für ein Beistellbettchen.
  • Autositz – der Autositz ist vor allem dann notwendig, wenn die Familie ein Auto hat. Er ist heute Pflicht und muss genutzt werden.
  • Windeln und Pflegeprodukte – Babys Haut braucht noch nicht viel Pflege, eine Wundschutzcreme für den Windelbereich sollte dennoch da sein. Ebenso wichtig sind ein paar Windeln, damit die ersten Tage zu Hause in Ruhe genossen werden können.

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