Entwicklung des Kindes

Im ersten Drittel der Schwangerschaft ist der Embryo ganz damit beschäftigt, erst einmal zu wachsen. Bereits zu Beginn werden die Organe und auch das Gehirn angelegt. Es bilden sich Arme und Beine heraus sowie Nasenhöhlen, Augen und Mund. Die Anlagen für das Geschlecht sind ebenfalls bereits vorhanden, im Ultraschall jedoch noch nicht zu erkennen. Auch wenn der Embryo noch nicht hören kann, was draußen passiert, so nimmt er doch bereits jetzt die Gefühle der Mutter wahr. Bereits im ersten Drittel wird empfohlen, sich in Ruhe mit dem Baby auseinanderzusetzen, stille Unterhaltungen zu führen und möglichst positiv zu denken.

 

Ab dem zweiten Drittel – Geräusche und Berührungen wahrnehmen

Das Baby spürt im Bauch schon früh, wenn es an der Haut berührt wird. Auch wenn es sich nur um Fruchtwasser handelt, so ist der Tastsinn der erste Sinn, der besonders stark ausgeprägt ist. Wenn das Baby größer wird und ab der 15. – 16. Woche auch beginnt, immer wieder gegen die Bauchdecke zu stoßen, dann kann die Mutter mit der warmen Hand auf dem Bauch dafür sorgen, dass sich der Nachwuchs besonders wohlfühlt. Auch das Gehör wird nun gebildet. Ab der 18. Woche kann der Fötus die Geräusche von außen deutlich wahrnehmen und reagiert darauf. Viele Mütter greifen instinktiv zur Spieluhr oder legen eine CD mit Entspannungsmusik ein. Dies hat eine besonders positive Wirkung auf das Kind. Es hört die Töne der Spieluhr und kann sich auch nach der Geburt an die Melodie erinnern. Studien haben sogar ergeben, dass sich klassische Musik in der Schwangerschaft durchaus positiv auf die Intelligenz des Kindes auswirken kann. Neben einer Spieluhr sind auch große Kopfhörer gut geeignet. Sie können mit einem CD-Spieler verbunden und auf den Bauch gelegt werden.

Sich Zeit nehmen und entspannen

Die beste Möglichkeit, um mit dem Baby in Kontakt zu treten, ist Zeit für sich und den Nachwuchs zu nehmen. Mit einer kuscheligen Decke kann Mama es sich auf dem Sofa bequem machen. Mehrere Kissen im Rücken entlasten diesen und sorgen für ein angenehmes Gefühl. Wer friert, der kann auch zu einer Wärmflasche greifen und diese an die Füße legen. Nun ist die perfekte Atmosphäre geschaffen, um sich einfach auf das Baby im Bauch zu konzentrieren. Es nimmt bereits ab der 18. Woche die Stimmen von Mama und Papa wahr. Zudem beginnt es in dieser Zeit, langsam auf Licht und Dunkelheit zu reagieren. Wer eine Taschenlampe griffbereit hat, kann den Strahl auf den Bauch richten. Viele Babys bewegen sich dann besonders intensiv und genießen das angenehme Licht, das so in der Gebärmutter entsteht. Auch der Papa ist ab dieser Zeit gefragt. Er kann mit dem Baby reden, den Bauch vorsichtig streicheln, die Bewegungen wahrnehmen und Lieder vorsingen. So hat er die Möglichkeit, eine Verbindung aufzubauen und diese nach der Geburt zu vertiefen.

 
Schwangere Frau hört auf der Couch Musik

TIPP
Eine Spieluhr kann auch ruhig schon früher auf den Bauch gelegt werden. Die Töne und das Ritual beruhigen nicht nur das Baby sondern auch die Mama, die sich so Zeit für sich und den Nachwuchs nehmen kann.

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