Pflege

Woher kommen Schwangerschaftsmaske und Linea Negra? Hormonumstellung, veränderter Stoffwechsel, Gewichtszunahme – Ihre Haut verändert sich und wird im Laufe der Schwangerschaft strapaziert wie nie zuvor. Mit der richtigen Pflege bekommen Sie die Irritationen in den Griff und fühlen sich wieder rundum wohl in Ihrer Haut.

 

Was bedeutet die „Linea Nigra“?

Bei vielen Schwangeren taucht sie plötzlich um die 18. Woche auf: die Linea Nigra, ein dunkler Streifen, der sich vom Bauchnabel bis zum Schambein zieht. Auch wenn sie Ihnen womöglich zunächst einen Schreck einjagt: Die Linea Nigra ist völlig harmlos. Es handelt sich bei ihr lediglich um eine Pigmentstörung, die in Folge der hormonell bedingten Überproduktion des Farbstoffs Melanin auftreten kann. Nach der Geburt verschwindet sie wieder, ähnlich wie die Schwangerschaftsmaske, – ohne Spuren zu hinterlassen.

Was ist eine Schwangerschaftsmaske?

Ab dem vierten Monat tritt bei manchen Frauen eine verstärkte Pigmentierung auf Stirn, Kinn und um die Mundpartie auf. Bei der sogenannten Schwangerschaftsmaske handelt es sich, ebenso wie bei der Linea nigra, um eine ungefährliche Pigmentstörung, die durch die Überproduktion des Farbstoffs Melanin entstehen kann. Ungeschützter Sonnenkontakt kann das Phänomen zusätzlich verstärken. Doch keine Sorge: Nach der Geburt ist von der Schwangerschaftsmaske nichts mehr zu sehen.

 
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Wie verhindere ich Schwangerschaftsstreifen?

Ob und wie stark die Schwangerschaftsstreifen auftreten, hängt vom mehr oder weniger schwachen Bindegewebe und der Gewichtszunahme der Frau ab. Die Einrisse im Bindegewebe lassen sich vorbeugend durch gesunde Ernährung, viel Bewegung und intensive Hautpflege minimieren: Fördern Sie besonders ab dem dritten Monat die Durchblutung Ihrer Haut mit täglichen Wechselduschen und Bürsten- oder Ölmassagen. Dazu kreisen Sie mit der Trockenbürste über Bauch, Beine, Po und Arme oder massieren sie sanft mit Körperöl. Auch Zupf- und Knetmassagen fördern die Elastizität: Zupfen Sie einzelne Hautpartien mit Daumen und Zeigefinger vom Muskel weg und kneten sie durch. Ab dem neunten Schwangerschaftsmonat sollten Sie Ihren Bauch nur noch vorsichtig mit Öl einreiben, um keine vorzeitigen Wehen auszulösen.

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Welche Bedürfnisse hat meine Haut in der Schwangerschaft?

Oft leidet die Haut unter Spannungen und trocknet aus. Benutzen Sie wenig schäumende, dafür rückfettende Waschlotionen: Ein pH-Wert von 5 ist ideal für die Pflege gesunder Haut. Heiße Wannenbäder entspannen zwar, entziehen der Haut aber Feuchtigkeit und natürliches Fett. Besser: maximal 10 Minuten am Tag und nicht zu heiß duschen. Möchten Sie nicht aufs Baden verzichten, halten Sie auch hier einen Zeitraum von 10 bis 15 Minuten ein und nutzen Sie rückfettende Ölbäder. Cremen Sie sich anschließend, solange die Poren noch geöffnet sind, sorgfältig mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion ein.

 

Was tun gegen Schwangerschaftsakne?

Der veränderte Stoffwechsel begünstigt die Erweiterung der Talgdrüsen in der Haut und regt somit die Talgproduktion an. Achten Sie besonders auf Körperhygiene und vermeiden Sie fettende, reizende Cremes und Parfüm. Waschen Sie sich mit pH-neutraler Seife oder Reinigungsmilch und benutzen Sie ölfreies Make-up. Ganz wichtig: Trocknen Sie Ihr Gesicht durch Tupfen und wechseln Sie Ihre Handtücher regelmäßig. Das Reiben oder Ausdrücken der Pickel verschlimmert den Zustand der Haut nur, da der Talg so wieder nach innen gedrückt wird.

Schöner durch die Schwangerschaft?

Tatsächlich berichten viele Frauen, dass sich nach den Hautproblemen im ersten Drittel der Schwangerschaft Haut, Haare und Nägel deutlich verschönern. Das Hormon Östrogen sorgt dafür, dass die Haare später ausfallen, sie somit gesünder und voller aussehen. Durch die Wassereinlagerungen im Gewebe erscheint die Haut glatter, die stärkere Durchblutung verleiht einen rosigen Teint. Generell verleiht die Tatsache ein Baby zu erwarten Ihnen eine ganz neue Ausstrahlung und Selbstsicherheit: Dieses Strahlen kommt ganz allein von innen!

Juckreiz am ganzen Körper – Woher kommt das?

Etwa 20 Prozent der Schwangeren leiden durch den veränderten Hormonspiegel unter Juckreiz. Oft sind neben dem Bauch auch Handflächen und Fußsohlen betroffen. Tritt in der zweiten Schwangerschaftshälfte ein Hautausschlag auf, kann es sich um das PUPP-Syndrom (pruriginöse, urtikarielle Papeln und Plaques), eine entzündliche Veränderung der Haut, handeln. Betroffen sind in der Regel die stark gedehnten Körperpartien wie der untere Bauch, Oberschenkel, Po und Arme. Die Symptome schaden weder Ihnen noch dem Baby und klingen spätestens nach der Geburt wieder ab. Lassen Sie sie dennoch vom Arzt untersuchen, um andere mögliche Ursachen auszuschließen.

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