Wehen – davor, mittendrin und danach

Wehe ist nicht gleich Wehe. Ab der 28. – 32. Woche beginnt die Gebärmutter bereits für die Geburt zu üben und zieht sich teilweise mehrmals zusammen. Einige Frauen bemerken diese Kontraktionen gar nicht. Besonders schlanke Frauen können diese Kontraktionen jedoch als eine Verhärtung spüren, die manchmal auch schmerzhaft sein können. Mit der 36. Schwangerschaftswoche beginnen auch langsam die Senkwehen. Diese sorgen dafür, dass das Baby tiefer in das Becken rutscht und so für die Geburt vorbereitet wird. Senkwehen zeigen sich teilweise mit einem starken Unwohlsein und Schmerzen im Bauch, die sich über mehrere Stunden hinziehen können. Nach diesen Schmerzen können werdende Mütter oft wieder besser atmen, da der Bauch nach unten gerutscht ist.

 

Echte Wehen erkennen

Viele Frauen machen sich darüber Gedanken, ob sie echte Wehen erkennen werden. Die Antwort auf diese Frage ist ein ganz klares „Ja“. Echte Wehen ziehen besonders stark und können im Rücken ebenso Schmerzen verursachen wie im Bauch oder in den Beinen. Auch Übelkeit und Durchfall sind Begleiterscheinungen, die auf den Start der Geburt hindeuten können. Zudem kommen Geburtswehen regelmäßig. Hier ist es empfehlenswert, eine Uhr griffbereit zu haben und die Abstände zu messen.

TIPP
Wer sich unsicher ist, der kann ein warmes Bad nehmen. Übungswehen lassen bei Wärme nach. Handelt es sich um Geburtswehen, nehmen diese stärker zu oder bleiben gleich. Stellt die werdende Mama fest, dass die Wehen zunehmen, kann das Bad zudem Verspannungen lösen und den Start für die Geburt erleichtern.

Frau sitzt auf dem Bett und hat starke Wehen
 

Mit den Wehen richtig umgehen

Wer unter Schmerzen bei den Übungswehen zu leiden hat, der kann oft mit einem Kirschkernkissen im Rücken oder einem Bad Abhilfe schaffen. Dabei darf es ruhig gemütlich zugehen. Badaccessoires, wie Kerzen und kuschlige Handtücher, sind eine große Hilfe. Auch bei den richtigen Wehen sind Entspannung und Atmung die wichtigsten Bereiche, um ruhig zu bleiben. In einem Geburtsvorbereitungskurs werden verschiedene Atemtechniken geübt, die sich positiv auf die Wehen auswirken können. Tief in den Bauch hinein atmen entspannt die Gebärmutter und ein entspannter Muskel macht weniger Schmerzen.

Der Partner kann mit einer Massage die Nackenmuskeln bei der Frau entspannen und ihr die Schmerzen von den Verkrampfungen im Rücken nehmen.

TIPP
Viele Frauen berichten davon, dass ihnen Musik geholfen hat, sich zu entspannen. Ein kleiner CD-Player oder ein Musik-Player mit den Lieblingsliedern sollte also in der Kliniktasche nicht fehlen.

 
Frau hat starke Nachwehen im Krankenhaus

Die Nachwehen – die Gebärmutter zieht sich zusammen

Nach der Geburt ist es noch nicht ganz geschafft. Die Gebärmutter hat einiges geleistet und hat sich stark vergrößert. Nun muss sie sich wieder zusammenziehen. Dies geschieht durch die sogenannten Nachwehen. Mehrgebärende berichten häufig von stärkeren Nachwehen, während sie bei Erstgebärenden oft weniger stark sind. Beim Stillen wird ein spezielles Hormon ausgeschüttet, das die Rückbildung positiv beeinflusst. Daher nehmen die Nachwehen beim Stillen zu.

TIPP
Die Hebamme kann mit natürlichen Heilmitteln helfen, die Schmerzen etwas zu lindern. Wärme im Rücken ist auch bei Nachwehen ein Helfer, auf den eine Frau nicht verzichten sollte. Oft gehen sie aber in der Freude über den Nachwuchs unter und werden später als nicht mehr so schlimm empfunden.

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