Haustiere und Babys

Ihr Haustier wird wahrscheinlich schnell merken, dass große Veränderungen anstehen. Herrchen und Frauchen sind plötzlich sehr geschäftig und richten ein Kinderzimmer ein und nehmen sich plötzlich mehr Zeit für sich. Schon in der Schwangerschaft sollten Sie anfangen, die Haustiere sanft auf die Ankunft des Babys vorzubereiten. Machen Sie sich Gedanken, ob ihr Hund oder ihre Katze in Zukunft auch das Kinderzimmer betreten darf oder ob diese Zone für das Tier Tabu sein soll. Sollen die Tiere keinesfalls ins Kinderzimmer, dann sollten Sie diese Regel schon vor der Geburt des Babys einführen. Wer in der Hundeerziehung bisher eher lax war, der sollte seinen Erziehungsstil nicht plötzlich ändern. Denn sonst wird sich der Hund entthront fühlen und eifersüchtig auf das Baby reagieren.

 
Kleines Mädchen streichelt einen großen lieben Hund

Tierisch gutes Zusammenleben

Der neue Erdenbürger ist endlich angekommen. Um erst gar keine Eifersucht aufkommen zu lassen, wenden sie sich bewusst den Tieren zu und geben ihnen das Gefühl, immer noch im Mittelpunkt der Familie zu stehen. Sie können sich täglich ein Zeitfenster einrichten, in dem nur mit dem Tier gespielt wird. Tierspielzeuge helfen bei der Beschäftigung. Viele Eltern lassen ihren Hund das Baby in Ruhe beschnüffeln oder lassen den Hund an Windeln riechen, um ihn an das Baby zu gewöhnen. Hunde entwickeln oft schnell einen starken Beschützerinstinkt für das kleine Wesen und verzeihen, wenn es älter wird, auch ungeschickte Kniffe oder das Ziehen am Schwanz. Dennoch: Lassen sie Hund und Baby (oder auch Katze und Baby) niemals unbeaufsichtigt! Vorsicht ist auch geboten, wenn das Baby anfängt zu krabbeln. Viele Babyspielzeuge ähneln zudem den Tierspielzeugen. Beobachten Sie ihren Hund, wie er darauf reagiert, wenn ihm sein Spielzeug weggenommen wird.

Katzen sind unberechenbare Charaktere, die meist auf Distanz gehen, wenn sie sich bedrängt fühlen. Wenn es der Katze also zu viel wird, lassen Sie ihr ihre verdiente Ruhe. Bedenken Sie bei Nagetieren wie Hamstern, dass kleine Kinder oft recht heftig Zupacken und die Tiere unbeabsichtigt verletzen können. Umgekehrt beißen Hamster und Meerschweinchen, wenn sie sich bedroht fühlen.

 

Grundregeln der Hygiene sind nun besonders wichtig

Als tierbesitzende Eltern kommt einiges an Arbeit auf Sie zu. Es gilt nun besonders gründlich sauber zu machen. Egal ob Käfige oder Terrarien, Katzenklos oder Hundebetten: Reinigen sie das Zubehör ihrer Haustiere penibel und häufig. Auch wird ihr Staubsauger nun mehr frequentiert. Empfehlenswert ist tägliches Saugen mit einem speziellen Tierhaaraufsatz oder einem Tierhaarfilter.

Nehmen Sie außerdem alle Impfungen und Entwurmungen der Vierbeiner wahr und versäumen Sie keinen Tierarzttermin, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden. Katzenbesitzerinnen sollten bereits während der Schwangerschaft einen Toxoplasmose-Test durchführen lassen und die Reinigung des Katzenklos dem Partner oder den Geschwisterkindern überlassen. Das Katzenklo gehört natürlich außerhalb der Reichweite des Babys und sollte mindestens ein Mal täglich gereinigt werden.

Sie müssen selbst entscheiden, wie eng Sie den Kontakt zwischen Tier und Baby gestatten wollen. Sicher hängt das auch von der Toleranz des Tieres und seinem individuellen Charakter ab. Werden jedoch die genannten Grundregeln beachtet, ist das Zusammenleben von kleinem Mensch und Tier für alle Seiten bereichernd und eine Familie aus Zwei-und Vierbeinern entsteht.

Kleiner Junge schläft neben einem Hundewelpen und einem Katzenbaby

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