Das Wochenbett beginnt bereits im Krankenhaus

Wer sich für eine Geburt in einem Kreissaal entschieden hat und diesen nicht nach einer ambulanten Entbindung wieder verlassen möchte, der wird im Durchschnitt rund drei Tage im Krankenhaus verbringen. Eine lange Zeit, auch wenn die Tage gut gefüllt sind. Um grüblerische Gedanken und einen kleinen Babyblues zu umgehen, kann es sich lohnen, das Krankenhauszimmer ein wenig wohnlicher gestalten. Freundliche Blumen, vielleicht ein paar Luftballons für den neuen Erdenbürger und Obst, das der Papa mitbringt, wirken oft Wunder.

TIPP
Der werdende Papa kann ein paar niedliche Accessoires, wie Ballons oder eine Wimpelkette, schon vor der Geburt kaufen und die Partnerin damit überraschen.

Die ersten Wochen zu Hause

Viele Eltern sollten sich bewusst machen, dass das Wochenbett kein Wochenmarkt ist. Gute Hebammen geben diesen Tipp mit auf den Weg. Er bedeutet nichts anderes, als sich auf sich selbst zu besinnen. Natürlich möchten Oma und Opa, Onkel und Tanten, Freundinnen und Freunde den Nachwuchs möglichst schnell sehen. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass viel Besuch sowohl für die Mutter als auch für das Kind Stress bedeutet. Dieser Stress kann schnell in ein Gefühl der Unruhe und des Unwohlseins umschlagen.

Ehrlich sein ist hier die beste Variante. Wenn sich Eltern und Kind gut fühlen, dann können Oma und Opa natürlich kurz vorbei kommen. Daraus sollte jedoch in den ersten Wochen keine Party gemacht werden. Besser ist es, nur kurze Zeitfenster einzuplanen und den Papa dann auch zu bitten, den Besuch wieder nach Hause zu schicken.

 

Die Zeit als Familie genießen

Es darf ruhig richtig gemütlich werden. Vielleicht hat der frisch gebackene Vater noch ein paar Tage oder sogar ein paar Wochen nach der Geburt frei. Dies ist die ideale Zeit, um sich gemeinsam auf das Leben als Familie einzustellen. Schon vor der Geburt können dafür die Vorbereitungen getroffen werden:

  1. Vorkochen – es lohnt sich, bereits für ein paar Tage das Essen vorzukochen und dieses dann nur noch aufzuwärmen. Wenn der kleine Erdenbürger erst einmal da ist, fehlen oft Zeit und Kraft um zu kochen.
  2. Kerzen – in der Wohnung können Kerzen aufgestellt werden. Mama, Papa und Kind machen es sich dann auf der Couch gemütlich und genießen die Stille und das gedämpfte Licht.
  3. Aufräumen – wer aus dem Krankenhaus in eine ordentliche Wohnung kommt, der macht sich weniger Gedanken und kann auch einmal alle Fünf gerade sein lassen.
  4. Den Kühlschrank füllen – der Kühlschrank kann bereits vor der Geburt mit haltbaren Lebensmitteln gefüllt werden. Auch das erleichtert den Einstieg in das Familienleben.
  5. Alle Anträge vorbereiten – die Anträge auf Kindergeld und Erziehungsgeld können bereits soweit vorbereitet werden, dass nur noch die Geburtsurkunde hinzugeführt wird. Viele Eltern empfinden es als belastend, die Anträge direkt nach der Geburt auszufüllen.

Um das Wochenbett genießen zu können und den Babyblues zu umgehen, ist es also wichtig, sich bereits vor der Geburt einige Gedanken zu machen. Hier ist auch der werdende Vater gefragt. Eine Liste ist eine kleine Unterstützung dafür, alles soweit vorzubereiten und die Zeit zu Hause dann langsam angehen zu lassen. Ruhe und Entspannung sind die besten Begleiter in den ersten Wochen.

Lachende Mutter hält ihr nacktes Baby hoch

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