Rituale

Die Wichtigkeit von Ritualen für Kinder ist nicht zu unterschätzen. Wir alle lieben Rituale – auch Erwachsene! Selbst, wenn uns dies gar nicht wirklich bewusst ist. Auch Kleinigkeiten können schon wichtige Rituale darstellen, die uns so in Fleisch und Blut übergegangen sind, dass es schon ganz selbstverständlich für uns ist. Morgens zum Frühstück die Zeitung lesen, abends nach der Arbeit erst mal unter die Dusche? Am Wochenende lange schlafen, dann zum Bäcker und Brötchen holen? Von den liebgewonnen Gepflogenheiten an Weihnachten, Ostern oder Geburtstagen mal ganz zu schweigen.

 

Rituale geben den Kleinen Halt und Sicherheit

Die Welt ist für kleine Kinder zuallererst mal noch kompliziert, chaotisch und manchmal auch ein bisschen bedrohlich. Nur zu verständlich, dass es dann hilft, wenn alles etwas strukturierter erscheint – wenn abends der Papa kommt, wird immer erstmal eine Runde getobt. Vor dem Einschlafen muss in jedem Fall die Spieluhr dreimal die gleiche Melodie spielen. Wenn Oma kommt, bringt sie immer die leckeren Kekse mit. Am Sonntag bleiben alle ganz lange im Schlafanzug – etc. etc. Und, das versteht sich fast von selbst: In jeder Familie sind diese Rituale ein bisschen anders – das macht sie so individuell und wichtig. Rituale geben Halt, Verlässlichkeit und ein gutes Gefühl. Auch das gemeinsame Frühstück oder Abendessen ist ein wichtiges Ritual, welches den Familienzusammenhalt ungemein stärkt.

Mama und Baby spielen zusammen mit Holzspielzeug
 

Keine Idee, welche Rituale bei den Kleinen gut ankommen? Hier sind einige nette Beispiele – abwandeln jederzeit erlaubt!

  • bei kleinen Wehwehchen ein besonderes Lied singen oder einen „Heilspruch“ aufsagen
  • abendliches Vorlesen oder Erzählen (gerne auch immer der gleichen Geschichte)
  • am Wochenende morgendliches Schmusen im Bett
  • abends allen Stofftieren gute Nacht sagen
  • vor dem Essen singen oder beten
  • abendliches Massieren der Füße oder ein Lied beim Zähneputzen
  • und natürlich diverse Rituale an Festen wie Ostern und Weihnachten…

Der Phantasie sind fast keine Grenzen gesetzt! Und manchmal werden kleine Alltäglichkeiten von ganz alleine zum „Ritual“ – das merkt man immer dann, wenn die Kinder sich lautstark beschweren, wenn man es mal vergessen hat. Und genau das zeigt uns: Kinder brauchen Regelmäßigkeiten und Sicherheit – gerne auch in Form von Ritualen.

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