KITA & SCHULE

Manchmal sind junge Eltern ziemlich hin- und hergerissen bei dem Thema: ab wann darf oder soll der Nachwuchs am besten in die Kindertagesstätte? Während die einen schon mit wenigen Wochen eine Einrichtung besuchen, gehen andere erst mit 2 Jahren. Fakt ist, dass gerade bei diesem Thema die Meinungen weit auseinandergehen und dass dies in jedem Fall eine ganz individuelle und persönliche Entscheidung der Eltern sein sollte. Und natürlich müssen die Berufe der Eltern ebenfalls in die Überlegungen miteinbezogen werden. Wer will ab wann wieder wie viel arbeiten gehen? Keine einfache Entscheidung.

 
Baby weint auf dem Arm der Mutter

Ab wann in die Kindertagesstätte?

Das ist tatsächlich eine Frage, die man nicht einfach so beantworten kann. Immerhin unterscheiden sich ja auch die Kinder bezüglich ihrer Charaktereigenschaften erheblich voneinander – während das eine sich leicht damit tut, in einem neuen und fremden Umfeld zu sein, ist das andere ein echtes „Mamakind“ und hat große Probleme, wenn es sich von der Mutter trennen muss. Kinder ab 2 Jahren zeigen allerdings oft reges Interesse an Gleichaltrigen und profitieren somit davon, wenn sie nicht nur im Mamas oder Papas Gesellschaft sind. Mal abgesehen von der Familienkonstellation und dem Charakter des Kindes gibt es verschiedene positive und negative Aspekte eines frühen Eintritts in den Kindergarten.

 

Gründe, die eher gegen einen frühen Eintritt sprechen

Bei kleinen Kindern – in der Regel unter 3 Jahren – führt ein früher Eintritt in den Kindergarten häufig zu Stress. Es gibt sogar Studien, die einen Zusammenhang zwischen frühem Kindergarteneintritt und ADHS sehen. Außerdem ist es gerade in den ersten Jahren ausgesprochen wichtig, dass sich das Urvertrauen zwischen dem Kind und den Eltern ausbildet und dass das Kind ein gewisses Selbstvertrauen erlangt, bevor es in den Kindergarten kommt. Allerdings ist dies natürlich immer auch davon abhängig, für welche Zeitspanne und Dauer der Nachwuchs in den Kindergarten gehen soll – denn ein Kindergartentag mit 3 Stunden ist für die Kleinen freilich besser durchzustehen als ein Ganztages-Kindergarten.

Kindergartengruppe malt mit der Erzieherin zusammen Bilder
 
Kindergartengruppe lernt und spielt zusammen

Was für einen frühen Kindergarteneintritt spricht

Manche Kinder tun sich mit einem Alter von 2 Jahren sogar noch leichter, sich von den Eltern zu trennen, als ein Jahr später. Außerdem profitieren sie spätestens ab dem Alter davon, wenn sie unter Gleichaltrigen sind und von den etwas Größeren etwas abschauen und lernen können. Und es macht die wichtige Erfahrung: die anderen Kinder können auch noch nicht so gut sprechen oder sich bewegen. Im „sozialen Vergleich“ befindet sich das Kind mit den anderen Kindern also sozusagen auf gleicher Ebene. Hat es hingegen nur Erwachsene um sich herum, wird es immer wieder feststellen, dass es in vielen Dingen einfach nicht mithalten kann. Weiterhin wird gerade im Kindergarten die soziale Kompetenz enorm gefördert.

 

Was ist zu beachten?

Auf jeden Fall ist es also eine Frage, die es individuell zu klären gilt und die Eltern- und Kind-abhängig entschieden werden muss.

Falls das Kind früh in den Kindergarten kommt, sollten Eltern unbedingt darauf achten, dass sie, wenn das Kind heimkommt, ausreichend Zeit für gemeinsame Eltern-Kind-Aktivitäten haben, was bei berufstätigen Eltern oft nicht ganz leicht fällt, schließlich haben Eltern nach einem Arbeitstag auch das Bedürfnis, sich auszuruhen.

Falls das Kind hingegen den Kindergarten erst später besucht, ist es wichtig, durch einen Besuch von Krabbelgruppen, Turngruppen oder auch auf dem Spielplatz für ausreichend Kontakte mit Gleichaltrigen zu sorgen.

Kinder spielen mit ihren Eltern zusammen.

Weitersagen

Das könnte dich interessieren: