Die Entwicklung des Kindes ab dem Alter von 18 Monaten

Mit kleinen Schritten hinaus in die große weite Welt! Von jetzt an wird Ihr Nachwuchs die Gegend unsicher machen, denn mit 18 Monaten steht es auf eigenen Beinen und ist somit mobiler als je zuvor. Das bedeutet für die Eltern eine ziemlich anstrengende Zeit, da Kinder in diesem Alter eher weniger ein Gefühl haben für wirklich gefährliche Situationen – die Neugierde treibt sie an, alles, aber auch wirklich alles um sich herum gründlichst erforschen zu wollen. Und das ist ja auch wichtig so, denn nur so lernt das Kind fürs Leben.

 

Das Kind wird zunehmend selbständiger

Der Willen des Kindes wird jetzt immer ausgeprägter und der Erforschungsdrang immer größer. So langsam nimmt das Kleinkind sich als eigenständige Person mit Wünschen und Bedürfnissen wahr und versucht, diese teilweise vehement durchzusetzen. Auch sprachlich ist es nach und nach immer mehr in der Lage, seine Bedürfnisse auszudrücken.

Kleiner Junge im blauen T-shirt spielt mit einem kleinen Bagger
 

Die Trotz-Phase

Eltern kommen in der Regel nicht drum herum: die Trotz-Phase. Fakt ist, dass diese Phase zwar ausgesprochen anstrengend ist, aber zu einer gesunden Entwicklung nun mal dazugehört. Beim einen Kind ist sie stärker ausgeprägt, beim anderen weniger stark und für geplagte Eltern gibt es hierzu eigentlich nur einen vernünftigen Tipp: Nerven behalten! Wenn das Kind anfängt zu trotzen, bedeutet dies – wenn man es mal rein von der positiven Seite aus betrachtet – dass es seinen eigenen Willen entwickelt und nicht alles einfach so hinnimmt, was es gesagt bekommt. Das ist ja an sich schon mal lobenswert. Und daher kann man durchaus mit Recht behaupten, dass auch die anstrengendste Trotzphase für die Entwicklung des Kindes seinen Sinn hat. Es lernt, dass seine eigenen Interessen leider manchmal mit denen seiner Eltern kollidieren und es eben nicht immer seinen Willen bekommen kann. Es stößt an seine Grenzen und das ist natürlich zuerst mal eine eher unangenehme, negative Erfahrung.

Aber auch heftige Trotzanfälle kann man umgehen bzw. abmildern. Oftmals klappt es ganz prima durch Ablenkung oder auch durch Vermeidung bzw. rechtzeitige vorherige Absprachen. Beispiel Einkaufen: Wenn es immer an der Süßigkeiten-Ecke zum Eklat kommt, diesen einfach beim Einkauf ausklammern. Oder schon zuhause absprechen, was heute gekauft werden darf (z.B. ein Schokoriegel) und was nicht.

 

Die Warum-Phase

Auch diese für das Kind sehr wichtige Entwicklungsphase des Kindes ist mitunter ganz schön anstrengend. Wenn das Kind nämlich zum x-ten Male nacheinander „warum“ fragt, kann dies selbst die geduldigsten Eltern irgendwann auf die Palme bringen und möglicherweise keimt der Verdacht auf, dass das Kind vielleicht sogar ein kleines bisschen provozieren will. Denn irgendwann, so sollte man meinen, müsste es sich doch mit den elterlichen Erklärungen auch mal zufriedengeben, oder? Ja und nein. Dass das Kind in dem Alter alles mit „warum“ kommentiert, ist in der Tat in erster Linie pure Neugier. Daher sollten Eltern, wenn möglich, geduldig versuchen, Auskunft zu geben. Dennoch dürfen auch Eltern mal zugeben, wenn sie irgendetwas nicht wissen bzw. wenn auf eine Antwort immer wieder erneut ein „warum“ folgt, antworten mit „das habe ich dir doch eben erklärt“ bzw. „so ist es nun mal“ oder „darauf weiß ich leider auch gerade keine Antwort.“ Nur die Ruhe – auch diese Phase geht vorbei – definitiv!

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